Ibiza

"Eurohandwerker"

 

Im Rahmen eines Gespräches mit Vertretern der Berliner Agentur für Arbeit zum Thema Abbau der Arbeitslosigkeit schlug die Stiftung vor, die Arbeitslosigkeit unter anderem mit der Versendung der Arbeitslosen aus Deutschland ins europäische Ausland zu bekämpfen.

Wie jeder weiß, verfügt die Bundesrepublik Deutschland über das höchste Berufsbildungsniveau in Europa, wenn nicht sogar in der Welt. Da in Deutschland Hilfskräfte fehlten, wurden Menschen aus dem Ausland als Gastarbeiter aufgenommen. In den anderen europäischen Ländern dagegen fehlen Facharbeiter, von denen es in Deutschland viele gibt, die keine Arbeit haben.


Hierfür wurde von der Stiftung ein Pilotprojekt entwickelt. In einer dreimonatigen Vorbereitungsphase sollten den arbeitslosen jungen Facharbeitern Spanischkenntnisse vermittelt werden. Parallel dazu sollten die Fachkenntnisse aufgefrischt werden. Im Anschluss daran sollten die Teilnehmer ein dreimonatiges Auslandspraktikum in einschlägigen Betrieben auf Ibiza absolvieren. Für diese Maßnahme wurden 16 Personen ausgesucht. Maßnahmebeginn war der 01.06.1999. Nach zwei Monaten teilte das zuständige Arbeitsamt mit, dass diese Maßnahme durch das Arbeitsförderungsgesetz nicht gedeckt sei, infolge dessen musste diese Maßnahme abgebrochen werden. Um den jungen Menschen jedoch ihre Hoffnungen auf einen Arbeitsplatz im Ausland nicht völlig zu nehmen, wurde der Spanischkurs in den Abendstunden auf Kosten der Stiftung fortgesetzt. Da es sich um Arbeitslose handelte, war die Möglichkeit, ein dreimonatiges Praktikum im Ausland zu absolvieren, leider nicht gegeben.


Dennoch haben die jungen Facharbeiter bei ihrem zuständigen Arbeitsamt eine Woche Urlaub beantragt und sind in dieser Zeit nach Ibiza gekommen, um ein − leider viel zu kurzes − einwöchiges Praktikum zu absolvieren. Alle Betriebe waren von unseren Facharbeitern begeistert.

 

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