Ibiza

Ibiza ist eine schöne Sonnen- und Urlaubsinsel, die auch von vielen Jugendlichen stark frequentiert wird.

 
Die persönlichen Kontakte des Vorstandes der Stiftung mit den örtlichen Politikern, verbunden mit dem Wunsch, etwas Besonderes für die behinderten Jugendlichen zu tun, haben bereits im Jahr 1997 zu der Idee geführt, hier etwas aufzubauen.

Immer dann, wenn es einer Region besonders gut geht, sind die Randgruppen stärker benachteiligt. Eine Besonderheit auf dieser Insel stellt die hohe Zahl an behinderten Jugendlichen und Erwachsenen dar. Man kann beobachten, dass außerhalb des Bereichs der Touristik-Branche auf der Insel kaum vernünftige Projekte und Investitionen existieren. In der Stadt Ibiza gibt es eine Art Therapiezentrum für Behinderte, jedoch sind die Kapazitäten dort mit gerade einmal 40 Plätzen mehr als unzureichend. Fünf Behindertenvereine arbeiten hier sehr amateurhaft, und leider muss man konstatieren, dass für die Betroffenen (die betreuten Behinderten) abgesehen von der Organisation kleinerer Ausflüge oder „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen“ wie Postverteilen etc. bislang nicht viel erreicht wurde.

Die Stiftung startete mit einem Sofortprogramm: Im ersten Schritt wurde einem Behindertenverein Computer, Drucker und ein Fotokopierer zur Verfügung gestellt, um dem Verein zu einer höheren Effektivität bei den Zweckbetrieben zu verhelfen. Anfang 1997 beschloss die Stiftung Projekten folgenden Schwerpunkt haben sollte:

 
Neubau einer Berufsschule, in der europäische Handwerker in anerkannten Berufsbildern in Anlehnung an das deutsche duale System ausgebildet werden sollten (auch Behinderte) Die langjährigen Bemühungen um die erforderlichen Genehmigungen für den Bau einer Berufsschule sind aufgrund des mangelnden Interesses der örtlichen Politiker gescheitert. Ursprünglich war beabsichtigt, der Regierung der Insel ein Grundstück in der Größe von 10.000 m² zu schenken und auf diesem Gelände eine Berufsschule zu bauen, die später der Regierung der Insel übertragen werden sollte.


Im April 1998 mietete die Stiftung eine Finca mit einer Größe von 70.000 m² in der Nähe des Stadtzentrums von Ibiza an. Auf diesem Grundstück war in der Vergangenheit Monokultur betrieben worden. Nun wurden Obstbäume unterschiedlichster Art, Olivenbäume, Weinstöcke etc. angepflanzt. Außerdem wurden Tiere angeschafft, so dass die Grundvoraussetzungen geschaffen wurden, hier dauerhaft Einnahmen zu erzielen, die dazu führen sollen, die finanzielle Belastung für die Jugendaustauschprogramme der Stiftung auf ein Minimum zu reduzieren. Auch ausreichende Unterbringungsmöglichkeiten für die Teilnehmer standen auf der Finca zur Verfügung.

1/12